07.05.2025 Mit ihrer kräftigen Statur, dem dunklen Fell und dem ruhigen Blick ziehen sie sofort die Aufmerksamkeit auf sich: Die ersten Tux-Zillertaler Rinder sind wohlbehalten im Wild Solutions Park eingetroffen. Ihr Einzug markiert einen wichtigen Meilenstein für das Projekt – denn mit ihnen beginnt eine der zentralen Maßnahmen im Park: die naturnahe Beweidung als Wegbereiterin für mehr Artenvielfalt.
Alte Rasse mit neuer Aufgabe
Die Tux-Zillertaler gelten als eine der ältesten und robustesten Rinderrassen Österreichs. Einst waren sie typische Dreinutzungsrinder – geeignet für Milch, Fleisch und Arbeit. Heute stehen sie auf der Liste der gefährdeten Haustierrassen. Im Wild Solutions Park finden sie nicht nur einen geschützten Lebensraum, sondern übernehmen auch eine zentrale ökologische Rolle: Durch ihr Fressverhalten, ihre Bewegungen und ihr Sozialverhalten tragen sie dazu bei, die Landschaft zu öffnen, Lebensräume zu strukturieren und neue ökologische Nischen zu schaffen.
Ankommen mit Ruhe und Respekt
Der Transport verlief ruhig und unter besten Bedingungen. Vor Ort wurden die Tiere direkt in das vorbereitete Weidegebiet entlassen, wo sie sich mit vorsichtigen Schritten umsahen – neugierig, aber gelassen. Begleitet wurde die Ankunft von unserem Rangerteam, einer Tierärztin und Vertreter:innen des Naturparks. Die ersten Stunden verliefen ruhig, die Tiere fressen, erkunden und haben bereits Kontakt zueinander aufgenommen.
Beweidung mit Wirkung
Die Haltung der Tiere im Wild Solutions Park ist kein herkömmliches Weidemanagement. Stattdessen geht es darum, natürliche Prozesse zuzulassen und gezielt zu beobachten, wie die Tiere auf das Gelände wirken – auf Boden, Pflanzen und andere Tierarten. Diese Form der Beweidung schafft mosaikartige Strukturen: lichte Stellen, Trittpfade, offene Böden und geschützte Rückzugsräume – ein wertvolles Mosaik für Insekten, Vögel und viele andere Arten.

